Alle aktuellen Themen auf einen Blick


Kahlschlag im Fichten-Wald

25.03.2019Der extrem heiße und trockene Sommer 2018 hat in den Wäldern nicht nur zu Trockenstress bei den Bäumen geführt. Die Witterungsbedingungen haben auch dazu beigetragen, dass der Borkenkäfer sich in extremen Maßen vermehren und ausbreiten konnte.

Borkenkäfer bohren sich durch die Rinde von Fichten und bauen dahinter ein ausgedehntes Tunnelnetz zur Brutablage. Dabei werden die Bäume so stark beschädigt, dass sie absterben. Kahle, trockene Fichtenbestände sind dann die Folge. Zudem sondern die Bäume bei trockenen Witterungsbedingungen weniger Harz ab, um sich gegen die Eindringlinge zu wehren.

Da sich die Borkenkäfer sehr schnell vermehren, ist zügiges Handeln geboten: Die betroffenen Bäume müssen zeitnah gefällt werden, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern.

Auch in Lembeck sind viele Fichtenbestände von der Borkenkäfer-Invasion betroffen. Auf den Fotos aus der Hohen Mark könnt ihr die Überreste der Tunnelbauten unter der Rinde erkennen. Außerdem seht ihr die Holz-Erntemaschine im Wald und die zur Abholung gestapelten Stämme.

Stickstoff mittels Quantofix-Gerät bestimmen

07.02.2019In dem vorherigen Artikel haben wir über die Gülle als Wirtschaftsdünger berichtet. Nun erklären wir euch wie der Landwirt parallel zur Untersuchung bei der LUFA mit einem „Schnelltest“, dem sogenannten Quantofix-Gerät, den Stickstoffgehalt in der Gülle auf dem Betrieb bestimmen kann. Das ist von Vorteil, da Stickstoff der Hauptnährstoff in der Gülle ist und man damit schnell auf die Nährstoffgabe beim ausbringen der Gülle reagieren kann. So weiß der Landwirt genau welche Güllemengen er ausbringen muss. Wie so ein Schnelltest funktioniert, seht ihr hier in diesem Video.

Die Herkunft der Gülle hat auch einen entscheidenden Einfluss auf die Inhaltsstoffe. So enthält Mastschweinegülle pro m³ etwa 4-6 kg/Gesamtstickstoff und 2-4 kg Phosphor, wobei die Sauengülle deutlich niedrigere Werte aufweist. In der Rindergülle ist der Stickstoffanteil auch nicht so hoch, dafür ist dort mehr Kalium enthalten. Auch die Fütterung und das Halteverfahren der Tiere und die Trockensubstanz nehmen Einfluss auf die Inhaltsstoffe in der Gülle.

Man sieht also, dass es viele Faktoren gibt, die eine Gülledünung beeinflussen. Wir als Landwirte sind sehr daran interessiert, dass die Gülle möglichst effizient eingesetzt wird. Auch besonders im Hinblick auf den Gewässerschutz, denn es ist auch unser Grundwasser, welches wir schützen wollen!

Gülle – ein wichtiger Wirtschaftsdünger

07.02.2019Der Wirtschaftsdünger Gülle ist für viele Betriebe im Münsterland und auch für uns in Lembeck ein wichtiger Dünger. Nicht nur, dass er bei der Tierhaltung als Nebenprodukt anfällt, er ist auch ein wirtschaftlicher und ökologischer Ersatz für den Mineraldünger. Aber bevor es mit der Düngung losgeht, muss der Landwirt im Vorfeld für jedes Feld eine Düngebedarfsermittlung erstellen, in der er die benötigten Mengen für eine Kultur an Stickstoff und ggf. Phosphor aufgezeigt bekommt.

Nach der aktuellen Düngeverordnung darf max. 170 kg/Stickstoff je Hektar und Jahr an tierischen Stickstoff ausgebracht werden. Hat die Pflanze darüber hinaus noch mehr Bedarf, kann mineralisch nachgedüngt werden. Die Inhaltsstoffe der Gülle sind entscheidend für die Höhe der Güllegabe zu einer Feldfrucht. Während früher noch vermehrt auf Faustzahlen zurückgegriffen wurde, ist es heute gängige Praxis, dass die Gülle eines Betriebes individuell in einem Labor untersucht wird. Dies geschieht z.B. bei der LUFA NRW. Die LUFA NRW ist das spezialisierte Labor für Agrar- und Umweltanalytik der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen.

Nachdem der Landwirt die Gülleprobe zum Labor geschickt hat, bekommt er anschließend eine genaue Angabe über die Inhaltsstoffe seiner Gülle. Nun kann er anhand der Bedarfsermittlung und der Inhaltsstoffe seiner Gülle die Güllemenge pro Hektar errechnen. Die entscheidenden Nährstoffe sind hierbei Stickstoff und Phosphor. In der Gülle liegt Stickstoff hauptsächlich als Ammonium (NH4) in pflanzenverfügbarer Form vor.

Des weiteren müssen wir jährlich eine Nährstoffbilanz erstellen, in der anhand der Tierzahlen, Fläche, Erträge und Zu,- Abfuhr organischer und mineralischer Nährstoffe (Gülle, Mist, Mineraldünger etc.) ein Nährstoffsaldo errechnet wird, der einen festgelegten gesetzlichen Wert nicht überschreiten darf. Ist dieser Wert nicht einzuhalten muss der Betrieb weitere Nährstoffe (z.B. Gülle oder Mist) abgeben. Der Aufnehmende Betrieb muss wiederum diese Nährstoffe in seine Bilanz einfließen lassen.

Bis die Gülle also auf dem Feld ausgebracht wird, ist noch einiges im Vorfeld zu beachten. Der Einsatz von Gülle als Nährstoffdünger kann somit den chemisch hergestellten Mineraldünger ersetzen und ist gleichzeitig ein Humuslieferant für den Boden.

Ruhige Feiertage… fehlanzeige

06.01.2019Für uns Landwirte ging auch an den Feiertagen die Arbeit im gewohnten Takt weiter. Melken, Füttern, neugeborene Tiere versorgen… - auch dann selbstverständlich. Und da die Weihnachtstage oder Sylvester und Neujahr sich bekanntlich nicht an Wochenenden orientieren, lagen in diesem Jahr arbeitsintensive Festtage an.

Neben praktischen Tätigkeiten auf dem Hof und im Stall beginnt das neue Jahr auch im Agrarbüro. Im Folgenden möchten wir euch einmal zeigen, welche notwendigen Meldungen zu Jahresbeginn anstehen.

Nach dem Tiergesundheitsgesetz ist jeder Tierhalter verpflichtet, seinen am 01. Januar aktuellen Tierbestand an die Tierseuchenkasse zu melden.

Eine weitere Stichtagsbestandsmeldung erfolgt ebenso nach der Viehverkehrsverordnung im dafür vorgesehenen staatlichen Internetportal (HIT= Herkunftssicherungs- und Informationssystem für Tiere).

Sollten erkrankte Tiere im vergangenen Quartal mit Antibiotika tierärztlich versorgt worden sein, ist dieser Einsatz in gleich zwei Datenbanken zu vermerken, zum einen im Qualitätssicherungssystem QS, zum anderen auch in der staatlichen Antibiotikadatenbank. Mit der Eintragung in letztere erklärt der Landwirt außerdem, dass er sich an die Behandlungsanweisungen des Tierarztes gehalten hat. Liegt der Verbrauch über einem gewissen Index, muss ein Maßnahmenplan erstellt werden, der zur Reduzierung des Antibiotikaeinsatzes beiträgt.

Schweinehalter, die ihren Tieren freiwillig zusätzlichen Tierkomfort im Rahmen der Initiative Tierwohl (ITW) bieten, melden die Zahlen der verkauften Tiere im letzten Quartal ebenso Anfang Januar.

.. und auf dem Acker?

Zwar ruhen die Feldarbeiten in den Wintermonaten, Planung und Organisation dieser für die kommende Vegetationsperiode stehen aber bereits im Januar an. Für die Feldfrüchte wird, geregelt durch die Düngeverordnung, die sogenannte Düngebedarfsermittlung erstellt. Und rückwirkend fürs letzte Wirtschaftsjahr muss nachgewiesen werden, wie die angefallenen Dünger (Gülle + Mist) sinnvoll und sachgemäß verwertet wurden.

Ihr seht also: Landwirt zu sein bedeutet mehr, als nur in praktischen Arbeiten fit zu sein. Dokumentation und Kontrollen werden- wie in vielen anderen Branchen- auch im Agrarbereich immer intensiver.

Frohes neues Jahr!

31.12.2018Wir Landwirte aus Lembeck wünschen euch einen guten Rutsch ins neue Jahr!
Wir hoffen ihr hattet im Kreise eurer Liebsten eine frohe und besinnliche Weihnachtszeit. Nun erwartet und das neue Jahr und viele Aktionen sind bereits in Planung. Schaut weiterhin bei uns auf der Homepage vorbei – es lohnt sich!

November Impressionen

30.11.2018Für alle, die morgens noch im Dunkeln ihr Haus verlassen und am Abend erst spät zurück sind: So schön ist Lembeck im November!

#westfälischekulturlandschaft

EuroTier

23.11.2018Vom 13. bis zum 16. November fand in diesem Jahr wieder die EuroTier auf dem Messegelände in Hannover statt. Sie gilt als Leitmesse für Profis in der Tierhaltung und ist eine wichtige Plattform für die Präsentation von Neuheiten. Die Aussteller präsentieren auf der EuroTier die wichtigsten Neuheiten in der Rinder-, Schweine-, und Geflügelhaltung. Dazu kommt das Angebot für die Haltung von Schafen, Ziegen, Pensionspferden und für Aquakulturen. Insgesamt waren auf der EuroTier 2.570 nationale und internationale Aussteller auf mehr als 280.000 m² vertreten. Die EuroTier findet alle zwei Jahre statt und wird von der DLG (Deutsche Landwirtschafts- Gesellschaft) organisiert.

Auch in diesem Jahr wurden wieder einige Neuheiten präsentiert, wie z.B. ein Verfahren zur Bestimmung des Geschlechts von Küken im Ei mittels Hormonanalyse oder spektroskopischer Messung (Bild1). Ein weiteres Highlight war ein digitales Fieberthermometer, welches die tierindividuelle Erfassung und Speicherung der Körpertemperatur zur besseren Gesundheitsüberwachung ermöglicht.

Zahlreiche Lembecker-Landwirte haben sich auch in diesem Jahr wieder auf den Weg nach Hannover gemacht, um sich ausgiebig über neue Techniken und Verfahren in der Tierzucht und -haltung zu informieren.

Getreideanbau

20.11.2018Nach der Ernte ist vor der Ernte.
Nachdem im Sommer das Getreide abgeerntet wurde, ist im Herbst wieder die Zeit neue Getreidebestände anzulegen. Ab Ende September beginnt die Getreideaussaat mit der Wintergerste. Ab Mitte Oktober werden dann die Wintertriticale und der Roggen gesät. Der Winterweizen kann bis in den Dezember gesät werden.

Das Getreide benötigt ein feines Saatbeet, d.h. der Boden muss „feinkrümmelig“ und gelockert sein. Mit der Sämaschine wird das Getreidesaatgut exakt in die Erde gelegt und mit Erde bedeckt. Es werden nur ca. 140 kg bis 200 kg Saatgut je Hektar ausgesät. Durch Pflege und Düngung der Pflanzen entstehen daraus innerhalb von nur 9 bis 10 Monate etwa 7.000 bis über 10.000 kg Getreidekörner je Hektar. Das ist eine Steigerung von mehr als das 50-fache.

Verwendet wird das Getreide hauptsächlich zur Futternutzung für Rinder, Schweine und Geflügel. Ein Teil des Getreides wird auch zu Brotgetreide verwendet. Das geht aber nur, wenn die Inhaltsstoffe (z.B. Eiweiß) in den Körnern hoch genug sind. Dies kann man aber nur mit ausreichender Düngung erreichen.

Jetzt im Herbst werden die Getreidepflanzen nur etwa 10 bis 15 cm groß und gehen dann in den Winterschlaf. Auf den meisten Flächen wird noch eine Herbizidmaßnahme durchgeführt, da sie für die Pflanzen verträglicher ist und man die Unkräuter besser bekämpfen kann.

Afrikanische Schweinepest (ASP)

05.11.2018Die Afrikanische Schweinepest (ASP) ist eine Virusinfektion die ausschließlich Wildschweine und Hausschweine befällt. Die Schweinepest ist in Osteuropa und China weit verbreitet und hat vor kurzem einen Sprung über Deutschland nach Belgien gemacht, wobei man davon ausgeht, dass der Mensch für diesen Sprung verantwortlich ist. Schweine die von der Krankheit befallen werden, überleben den Krankheitsverlauf nicht. Neben dem Mensch spielt auch das Wildschwein als Überträger der Krankheit eine große Rolle. Erkrankte Tiere legen häufig noch weite Strecken zurück und verbreiten die Krankheit über den Kot, außerdem werden die verendeten Tiere von anderen Wildschweinen angefressen.

Was wird dagegen gemacht?
Um die Verbreitung zu stoppen wird seit einiger Zeit versucht, die Wildschweinpopulation intensiv zu verringern um die Verschleppung über Wildtiere zu minimieren. Über Plakate an Autobahnraststätten und anderen Umlaufplätzen wird versucht die Einfuhr von Fleischprodukten aus dem nahen Osten zu stoppen und die Öffentlichkeit dafür zu sensibilisieren, keine Essensreste aus den bereits betroffenen Gebieten unsachgemäß zu entsorgen. Auf den Betrieben ist es inzwischen Standard, dass man sich vor Betreten der Stallungen waschen und umziehen muss um zu verhindern das Keime von außen in den Stall kommen. Die Betriebe stehen in ständigen Kontakt mit den zuständigen Veterinären und sind gut für den Seuchenfall vorbereitet

Was ist wenn die Krankheit doch kommt?
Wenn die ASP in Deutschland Eintritt wird nach bisherigen Stand der gesamte Export gestoppt und der Schweinepreis wird sinken wodurch ein Ökonomisches Problem für die Betriebe entsteht. Sollte die ASP nach Lembeck kommen müssen befallene Betriebe und vermutlich auch Nachbarbetriebe ihren Schweinebestand keulen (alle Schweine werden geschlachtet). Danach werden die Stallungen gewaschen und anschließend desinfiziert, erst wenn das Gebiet wieder als Krankheitsfrei gilt dürfen neue Schweine eingestallt werden.

Uns bleibt derzeit nur auf die Stallhygiene zu achten sowie den Wildschweinebestand über die Jagd zu verringern um der Pest aus dem Weg zu gehen .

Erntedankfest

26.10.2018Auch in diesem Jahr fand wieder das alljährliche Erntedankfest statt. Dieses Jahr wurde auf dem Hof Booke in der Nachbarschaft Strock gefeiert.

Am Dienstag den 2. Oktober versammelten sich zahlreiche Mitglieder der Landjugend, des Ortsvereins und der Landfrauen um den Erntekranz zu binden. Beim Erntekranz binden werden die Ähren von Weizen und Roggen mit Draht um ein altes Wagenrad gebunden. Anschließend wird es zur Messe über den Altar gehangen und mit Gemüse und Früchten bestückt.

Am Donnerstag den 4. Oktober kamen dann nochmal alle zusammen um die Scheune für den Seniorennnachmittag zu schmücken und vorzubereiten.

Am Freitag den 5. Oktober trafen sich dann ca. 120 Senioren am Nachmittag zur Messe mit Pfarrer Voss. Nach der Messe wurde bei Kaffee, Kuchen und Schnittchen, die von den Landfrauen vorbereitet wurden, ausgiebig gequatscht. Anschließend berichtete Christel Holtgreve mit einem Diavortrag über ihren Aufenthalt in Ghana.

Am Sonntag den 7. Oktober kamen so viele Leute zur Messe, dass der Platz in der Scheune kaum ausreichte. Auch zum anschließenden Frühschoppen bei schönem Wetter verweilten noch sehr viele Gäste. Zur Verpflegung stand die Raiffeisen mit ihrer Bruzzelbude bereit, die Landfrauen backten Waffeln und verkauften Kaffee und am Thekenwagen gab es kalte Getränke. Für die Kinder stand eine Hüpfburg und ein Menschenkicker bereit, auch Fahrzeuge wie Kettcar und Bobbycar durften nicht fehlen und wurden von den Jüngsten gerne und gut angenommen.

Es war ein rundum gelungener Tag für Jung und Alt.

Landwirtschaft in der Stadt

22.10.2018Die Landwirte aus dem Kreis Recklinghausen präsentierten sich bei der Veranstaltung „Landwirtschaft in der Stadt“ am Palais Vest in Recklinghausen mit einem bunten Programm.

Bei hervorragendem Wetter konnten die Besucher Tiere streicheln, Getreide mahlen oder die ausgestellten Landmaschinen bewundern. Die Rollende Waldschule der Jäger stellte die heimische Tier- und Pflanzenwelt vor und ein Imker gab Einblicke in seine Arbeit.

Am Bauernhof-Mobil erfuhren die kleinen und großen Besucher mit Spiel und Spaß mehr über die Landwirtschaft und es konnten einige Gespräche mit den heimischen Landwirten geführt werden. Durch diese Veranstaltung möchten sich die Vestischen Landwirte präsentieren um Ihre Arbeit auf den Höfen erlebbarer zu machen.

Auch Landwirte aus Lembeck waren dort vertreten. Wir konnten in zahlreichen Gesprächen einige Fragen über unsere tägliche Arbeit beantworten. Es war eine tolle Veranstaltung und wir haben uns sehr über Euer Interesse an der Landwirtschaft gefreut.

Zwischenfruchtanbau

12.10.2018Nachdem in diesem Sommer außergewöhnlich früh das Getreide geerntet und Stroh abgefahren und gelagert wurde, sah es auf den Feldern schnell kahl aus. Das hat sich nun wieder geändert, mittlerweile finden wir auf vielen Feldern blühende Pflanzenmischungen bestehend aus Senf, Ölrettich und Phacelia. Obschon diese Pflanzen nicht geerntet und verwendet werden, ist der Anbau aus verschiedenen Gründen sinnvoll:

- Gekeimte Ausfallsamen des Getreides werden durch die Aussaat der Zwischenfrucht in den Boden eingearbeitet und verrotten, selbiges gilt für gekeimte Unkräuter.
- Im Herbst und Winter begrünte Flächen verlieren nicht unproduktiv durch Verdunstung ihre Wasservorräte und die Ackerkrume wird gleichzeitig vor Winderosion geschützt.
- Im Boden noch vorhandene Nährstoffe wie Stickstoff, werden von den Zwischenfrüchten aufgenommen und gespeichert. Dadurch wird ihre Auswaschung ins Grundwasser reduziert.
- Der Anteil an wertvollem Humus im Boden erhöht sich. Die Zwischenfrüchte sterben mit den ersten Frösten ab und werden zur Aussaat der Hauptfrucht (z.B. Mais oder Gemüse) im kommenden Frühjahr in den Boden eingearbeitet. Hier steigern sie den Humusgehalt und geben die gespeicherten Nährstoffe nach und nach zum Wachstum der Hauptfrucht frei.
- Bodenlebewesen profitieren von einer dadurch verbesserten Bodenstruktur, Insekten erfreuen sich über eine reiche Blüte im Spätherbst.

Apfelfest an der Biologischen Station

05.10.2018Habt auch Ihr Apfelbäume im Garten und im Herbst eine reiche Ernte?

Einige Kisten Äpfel aus unserer Streuobstwiese habe ich in diesem Jahr beim Apfelsafttag an der Biologischen Station zu Apfelsaft pressen lassen. Jährlich im Herbst besucht eine mobile Apfelsaftpresse aus dem Sauerland Lembeck und verarbeitet das Obst direkt zu leckerem Saft.

Die Äpfel werden zunächst gehackt und dann durch robuste Tücher gepresst. Der aufgefangene Saft wird direkt eingekocht und ist so für ein Jahr haltbar.

Den Termin im kommenden Jahr und alles rund um die Arbeit der Biologischen Station erfahrt ihr unter www.biostation-re.de

Ferkelkastration - 4 Wege, doch welchen können wir gehen?

01.10.2018Seit Jahrzehnten werden in Europa männliche Ferkel in den ersten Lebenstagen kastriert. Der Hintergrund: die Hoden der heranwachsenden Eber produzieren männliche Geschlechtshormone und damit auch Geruchsstoffe. Diese werden über die Blutlaufbahn im Körper verteilt und können beim Zubereiten des Fleisches zu unangenehmen Geruchs- und Geschmacksveränderungen führen. Eigentlich ganz natürlich, vom Handel aber nicht erwünscht da nicht zu vermarkten und dass, obwohl nur ein geringer Teil der männlichen Tiere hiervon betroffen seien soll…
So weit, so gut. Oder ungut. Denn mit erhöhten Bemühungen um den Tierschutz ist die Kastration in den vergangenen Jahren zunehmend in die Kritik geraten. Es wird nach Alternativen gesucht, die sowohl dem Verbraucher eine weiterhin hervorragende Fleischqualität zusichern und gleichzeitig das Wohl der Tiere fördern. Stand der Dinge ist: kein Ferkel darf in Deutschland kastriert werden, ohne dass ihm zuvor schmerzstillende Mittel verabreicht werden. Der Einsatz dieser wird im Rahmen engmaschiger Kontrollen durch das QS-System streng überwacht.
Zusätzlich, über den Einsatz der Schmerzmittel hinaus, wird in Deutschland ab dem 01.01.2019 die Betäubung der Tiere vorgeschrieben. Doch die gestaltet sich in der Praxis bisher noch als schwierig. Somit stehen die deutschen Ferkelerzeuger vor folgender Entscheidung:

Weg 1: Eber mästen
Kastration einfach aussetzen und Eber aufziehen. An die Landwirte stellt die sogenannte Ebermast zwar erhöhte Anforderungen an Management und Haltung, Erfahrungen und Innovationen hingegen haben aber gezeigt, dass diese zu händeln sind und in der Praxis gut funktionieren. Die Krux: Einzelne „Stinker“ sind unerwünscht, der Einzelhandel gibt den Landwirten keine Garantien zur Abnahme der Tiere. Schlachtbetriebe ändern ihre Preismasken und die Ebermast kann nur in wenigen Einzelfällen wirtschaftlich durchgeführt werden.

Weg 2: Immuno- Kastration
Bereits in vielen Ländern gängige Praxis ist der Einsatz einer zweifachen Impfung gegen Ebergeruch. Die Hormonproduktion wird nach dem Wirkprinzip einer Impfung unterdrückt. Wichtig: Es kommen hier keine Hormone zum Einsatz! Da dies aber leicht in der Öffentlichen Meinung so aufgefasst werden könnte, fürchten Handel und Landwirte den flächendeckenden Einsatz dieser Methode, Tierärzte- und Tierschutzverbände hingegen sprechen sich hingegen für diese Form der Kastration aus.

Weg 3: Chirurgische Kastration unter Vollnarkose
Ein komplizierter Weg, der Risiken birgt. Die Tiere werden mit einem CO2/ O2- Gemisch oder alternativ dem Wirkstoff „Isofluran“ vor der Kastration betäubt. Die Betäubungsvorrichtung ist enorm aufwändig, die Ferkel sind durch den Betäubungsprozess Stress ausgesetzt, für den Anwender bestehen Nebenwirkungen. Isofluran gilt als hochgradig klimaschädlich. Nach geltendem deutschen Recht muss ein Tierarzt anwesend sein. Für die Praxis bleibt daher festzuhalten: allein durch die niedrigen Preise für Fleisch ist ein Einsatz der Vollnarkose wirtschaftlich nicht machbar, hinzu kommen die negativen Auswirkungen auf die Gesundheit der Anwender sowie den Klimawandel.

Weg 4: Kastration unter örtlicher Betäubung
Ähnlich einer lokalen Betäubung beim Zahnarzt schaltet diese Methode Schmerzen der Tiere aus. Die Anwendung wird nach einer Schulung durch den Landwirt selbst durchgeführt. Das hält Aufwand und Kosten überschaubar und bietet gleichzeitig einen hohen Beitrag zum Tierschutz. Derzeitiges Problem: In Deutschland sind für die Anwendung der Lokalanästhesie durch Landwirte keine Mittel zugelassen; in Ländern wie Dänemark, Schweden oder Norwegen ist diese Methode bereits seit Langem gängige Praxis.

Und jetzt…?
Die Zeit drängt. Ab dem 01.01.2019 ist die betäubungslose Kastration verboten. Der Markt bietet uns nicht die Möglichkeit, sich ausschließlich auf die Wege 1-3 zu konzentrieren. Wir benötigen weitere Alternativen zur Umsetzung des Gesetzes. Lokalanästhesie ist in unseren Nachbarländern gängige Praxis und entspricht den wichtigen und richtigen Anforderungen an den Tierschutz. Die Bundesländer Mecklenburg- Vorpommern, Bayern, Niedersachen und NRW sind in der vergangenen Woche mit einem gemeinsamen Antrag zum Aufschub der Frist im Bundesrat gescheitert. Der den deutschen Landwirten auferlegte Wettbewerbsnachteil wird den Strukturwandel weiter befördern. In einem gemeinsamen Ferkelmarkt werden deutsche Tiere aus unseren Nachbarländern, v.a. aus Dänemark die heimische Produktion verdrängen. Um zu verdeutlichen, wie ernst die Lage für die hiesigen Familienbetriebe ist, haben auch wir Lembecker Landwirte uns in der vergangenen Woche an einer Demonstration am Rande der Agrarministerkonferenz in Bad Sassendorf beteiligt.

Wir sind zurück!!

26.09.2018In den vergangenen Monaten ist es still geworden auf unserer Seite. Nach einer längeren Pause melden wir uns zurück, um euch regelmäßig über die Geschehnisse rund um die Landwirtschaft in Lembeck auf dem Laufenden zu halten.

Unser Berichterstatter- Team hat sich verändert, unsere Mannschaft wird ab sofort unterstützt durch Johannes Booke und Nico Rohkämper. Zusammen mit Henrik Hürland, Bernd Lienemann, Johannes Freitag und Regina Böckenhoff bilden wir nun ein Team von sechs Leuten. Beachtet hierzu auch unser Impressum sowie die neuen Bestimmungen zum Datenschutz.

Die vergangenen Monate waren recht aufreibend für uns. Der Sommer wurde zur Dürre, beinahe die gesamte Vegetationsperiode über fielen keine Niederschläge. Das Getreide reifte ungewöhnlich früh ab und konnte so an manchen Stellen gerade einmal die Hälfte der gewohnten Erträge bringen. Die Milchviehbetriebe fürchten um eine in Menge und Qualität ausreichende Futterversorgung ihrer Tiere im kommenden Jahr durch geringe Maiserträge und ausgefallene Grasernten. Und auch der Gemüsebau, der auf Lembecks Feldern eine wichtige Rolle spielt, erfolgte unter schwierigen Bedingungen nur durch den pausenlosen Einsatz der Beregnungsanlagen.

So kommt dem anstehenden Erntedankfest in diesem Jahr eine ganz besondere Bedeutung zu.

Dorstens Unternehmer der Jahres 2017

29.11.2017Eine unabhängige Jury zeichnet alljährlich einen Dorstener Betrieb zum Unternehmen des Jahres aus. Diesen Preis erhält in diesem Jahr der Lembecker Christof Thier- Essing gemeinsam mit seiner Familie.

Als Dienstleister für die Landwirtschaft führt das Lohnunternehmen Arbeiten im Pflanzenbau für landwirtschaftliche Betriebe durch. Vor allem in Sachen Ernte, Düngung und Pflanzenschutz ist Familie Thier- Essing gefragt, da sich eine eigene Mechanisierung mit hochtechnisierten Fahrzeugen für landwirtschaftliche Betriebe oft nicht rechnet.

Auch die anschießende umfangreiche Dokumentation der Feldarbeiten wird durch den Betrieb übernommen. Gerade in Erntezeiten geht der Arbeitsalltag weit über einen 12stündigen Tag hinaus.

Christof und Claudia, wir lembecker Landwirte gratulieren euch sehr herzlich zur tollen und verdienten Auszeichnung „Unternehmer des Jahres 2017“!

Wir danken euch, dass ihr uns Landwirten immer ein sehr zuverlässiger Partner seid!

Quelle:(Foto: Bludau, Dorstener Zeitung)

Tagebuch eines Spinatfeldes Teil 3 – Pflanzenschutz

20.11.2017In den letzten Tagebucheinträgen haben wir über die Aussaat und die Düngung im Spinatanbau berichtet, nun folgt das Thema Unkrautregulierung durch Pflanzenschutz. Doch was sind Unkräuter überhaupt? Dabei handelt es sich um Pflanzen, die mehr schaden als nützen, bzw. die das Unerwünscht sein in Kulturpflanzenbeständen zum Ausdruck bringen.

Das Unkraut steht in Konkurrenz zum Spinat, indem es Licht, Wasser und Nährstoffe für sich in Anspruch nimmt. Dies führt wiederum zu negativen Ertragseffekten und Qualitätseinbußen. Im Bild 1 könnt Ihr eine kleine Unkrautpflanze sehen. Deshalb fährt Bernd nicht sofort mit der Feldspritze los, sondern er geht nach dem Schadschwellenprinzip vor. Das bedeutet, Pflanzenschutzmittel werden nur dann eingesetzt, wenn es die Situation, z.B. bei einen sehr hohen Befall an einer bestimmten Unkrautpflanze dringend erfordert. Dabei lautet das Prinzip der Aufwandmenge grundsätzlich: „So viel wie nötig, so wenig wie möglich“.

Beim Ausbringen des Pflanzenschutzmittels wird Bernd durch ein GPS-System unterstützt. Ein Computer (Bild 2) zeichnet auf, an welchen Stellen das Spritzmittel bereits ausgebracht wurde. Die Düsen schalten sich automatisch an oder ab. Dadurch wird gewährleistet, dass kein Bereich der Ackerfläche doppelt gespritzt wird.

Wie Bernd mit seiner Feldspritze arbeitet, seht ihr hier in diesem Video.

Kuhmilch – gesund und lecker!

22.10.2017Im Laufe seiner Geschichte hat der Mensch zur Milchgewinnung verschiedene Tierarten genutzt z.B. Kuh, Ziege oder das Schaf. In anderen Teilen der Welt werden auch Tierarten genutzt die für uns auf den ersten Blick ungewöhnlich erscheinen. Dazu zählen neben dem Ren, das Kamel, Wasserbüffel auch Stuten. Doch was kann die Kuhmilch, die für uns in der Ernährung eine bedeutsame Rolle spielt und auch in Lembeck sehr viel erzeugt wird?

Kuhmilch enthält ungefähr 87 % Wasser, 3,3 % Protein, 4 % Fett und 4,7 % Lactose. Allein durch den Verzehr eines halben Liter Milch ist der Tagesbedarf eines erwachsenen Menschen an Calcium zu 70 %, Vitamin B12 zu 80 % und Vitamin B2 zu 50 % gedeckt. Außerdem ist Kuhmilch eine Quelle für konjugierte Linolsäuren, denen eine krebshemmende und antioxidative Wirkung zugeschrieben werden. Das Milchprotein hat eine sehr hohe biologische Wertigkeit durch essentielle Aminosäuren. Die Lactose in der Kuhmilch führt bei manchen Menschen zu Unverträglichkeiten, jedoch dient sie als Nährboden für Bakterien und sind deshalb für Säuglinge und Erwachsene für eine erwünschte Darmflora bedeutsam.

Kuhmilch hat nicht nur gute ernährungsphysiologische Aspekte, sondern – Milch schmeckt einfach lecker!

1000 Jahre Lembeck!

13.10.2017Im diesjährigen Jubiläumsjahr wird Lembeck 1000 Jahre alt und feierte das mit einer Festwoche vom 29. September bis 08. Oktober 2017. Es war eine fantastische Woche mit viel Spaß und Freude in der alle Besucher von Groß bis Klein auf Ihre Kosten kamen. Ein Highlight war sicherlich der Abschluss mit einem Festumzug durchs Dorf, der im gemütlichen Ausklang aller Teilnehmer und Gäste im Festzelt endete.

Im Rahmen des Programmes der Festwoche wurde ein bunter Tag für Kinder und Jugendliche veranstaltet. Dort stellten sich Lembecker Vereine und Institutionen vor, zum Mitmachen, Spaß haben und Informieren. Somit kamen auch die kleinen Besucher auf Ihre Kosten.

Natürlich waren auch wir, die Lembecker Landwirte, dort vertreten. Die Kinder konnten bei uns im Maispool baden, Getreide mahlen oder ihre Kreativität beim Kartoffeldrucken freien Lauf lassen. Es war uns eine Freude den Nachmittag mit den Kindern zu verbringen und zu sehen wieviel Spaß sie hatten.

Das kann nur der Herbst!

09.10.2017So bedauerlich es auch ist, der Sommer hat sich endgültig verabschiedet! Was aber folgt ist ein herrlicher Übergang in den Herbst mit frischen Temperaturen, tollen Sonnenaufgängen und Nebelbänken über teils schon abgeernteten Maisfeldern.

Eine Aussicht, die nicht nur Spaziergänger und Jogger, sondern bestimmt auch die Fahrer der Maiserntemaschinen genießen.

Tagebuch eines Spinatfeldes Teil 2 – Düngung

12.09.2017Damit der Spinat von Bernd eine hochwertige Qualität erzielt, benötigt es eine kulturspezifische und gezielte Düngung um den Nährstoffbedarf zu decken. Für ein gutes Pflanzenwachstum ist die Untersuchung des Bodens auf den pH-Wert und die Nährstoffe Phosphat, Kali sowie Magnesium sehr wichtig. Das Ergebnis der Untersuchung, welches durch die Analyse von Bodenproben erfolgt, bildet die Grundlage jeder Düngung und wird in regelmäßigen Abständen ermittelt.

Die Vegetationszeit des Spinates beträgt im Sommer, bei guten Wachstumsbedingungen ca. 35-40 Tage und bildet in dieser Zeit eine sehr hohe Menge an Blattmasse. Aufgrund dieser schnellen Entwicklung bekommt die Stickstoffdüngung die größte Bedeutung im Spinatanbau zu. Jedoch kann der Stickstoff im Boden sehr schnell verlagert werden. Das Bedeutet, die Nährstoffe gelangen durch Auswaschungen in tiefere Bodenschichten und sind für die Pflanze nicht mehr zu erschließen.

Eine sachgerechte Ausbringung unter Berücksichtigung der Witterungsverhältnisse kann die Verlagerung von Nährstoffen vermeiden und die Anforderungen des Wasserschutzes sicherstellen. Aus diesem Grund wird auf den Spinatflächen nach ca. 14-21 Tagen eine weitere Bodenprobe bezüglich des Gehaltes an Stickstoff vorgenommen. Somit kann gezielt ermittelt werden, ob eine weitere Stickstoffgabe erforderlich ist um die optimale Versorgung sicherzustellen und Auswaschungen zu vermeiden.

„Mit 30 Durchs Dorf“ – TreckerFlashmop in Lembeck

14.08.2017Der Strukturwandel hat die Landwirtschaft in den vergangenen Jahrzehnten verändert. Die Betriebsstrukturen sind größer geworden, Betriebe gewachsen und der Einsatz moderner Technik ist unerlässlich geworden. Landmaschinen sind mittlerweile hochtechnisiert und arbeiten besonders effizient und präzise. Auch die Schlagkraft hat sich im Laufe der Jahre vervielfacht und so sind auch die Maschinen größer geworden.

Heute prägen große Traktoren und Erntemaschinen das Bild der modernen Landwirtschaft. Viele Bürger sind davon beeindruckt und gleichzeitig mitunter auch verängstigt obschon dieser Größen, wenn sie landwirtschaftlichem Gefährt im Straßenverkehr begegnen. Gerade in Dörfern wie Lembeck, in denen sich alle Verkehrsteilnehmer die Straßen durchs Dorf teilen müssen, da es keine Umgehungsstraße gibt, können Konflikte entstehen.

Diese Sorge nehmen wir Lembecker Landwirte ernst und setzen ein Zeichen: Im Dorf fahren wir langsam!

„Mit 30 durchs Dorf“

Dieses Motto kleben wir uns mit großen Aufklebern auf die Maschinen und nehmen fortan innerhalb des Dorfes den Fuß vom Gaspedal. Denn ein gutes Miteinander und Verständnis füreinander liegt uns am Herzen.

Um dies auch allen zu zeigen, rollte am vergangenen Samstagnachmittag ein Trecker- Flashmop durchs Dorf. 38 Traktoren der Lembecker Landwirte machten sich dazu von drei Startpunkten aus den Bauernschaften Endeln, Wessendorf und Beck kommend auf den Weg zum Dorf, um eine Runde über die Wulfenerstraße, die Bahnhofstraße und den Schluerweg zu drehen.

Anschließend ging es aber noch nicht direkt nach Hause. Auf einem Stoppelfeld kamen die Maschinen zusammen und die Landwirte erhielten die Aufkleber, die ab sofort auf den Maschinen zu finden sind.

Lembeck blüht auf!

06.08.2017In diesem Jahr begehen wir in Lembeck gleich ein dreifaches Jubiläum:

1.000 Jahre Lembeck, 800 Jahre Kirchengemeinde St. Laurentius und 325 Jahre Schloss Lembeck. Dazu gab es bereits das ganze Jahr über Feierlichkeiten, wie die große Silvesterparty am Schloss oder die Frühstücksmeile Mitte Juni im Dorfkern. Das große Highlight wird aber sicherlich die Festwoche ab dem 29. September, die ihren Abschluss am 08. Oktober mit dem Festumzug findet.

Klar, dass sich unser ohnehin schon schönes Lembeck dafür herausputzt. Wir Lembecker Landwirte haben dazu auf unseren Feldern entlang der Hauptstraßen Richtung Dorf Blühstreifen eingesät, die bereits jetzt ihre Blütenpracht erstrahlen lassen. Den Anfang machen Kornblumen in den verschiedensten Farben, Ringel- und Schleifenblumen.

Das erfreut nicht nur unser Auge, sondern auch Bienen und viele andere Insektenarten.

Tagebuch eines Spinatfeldes Teil 1 - Aussaat

25.07.2017Das grüne Gemüse welches als Blattspinat oder Rahmspinat auf den Tellern serviert wird, ist nicht nur lecker, sondern auch sehr gesund. Im Spinat sind neben Magnesium und Zink viele lebensnotwendige Vitamine enthalten. Das gesunde Gemüse stärkt die Muskulatur und ist nebenbei auch noch kalorienarm.

Nicht weit von Lembeck entfernt befindet sich in der Nachbarstadt Reken das größte Iglo-Werk Europas. Dort wird der Spinat aus der Umgebung verarbeitet und landet anschließend in den Kühlregalen der Supermärkte.

Wir möchten Euch gerne daran teilhaben lassen, wie der Spinat vom Feld zur Verarbeitung gelangt. Deshalb startet heute unsere Serie „Tagebuch eines Spinatfeldes“, in der wir Bernd Lienemann bei der Arbeit auf dem Feld begleiten.

Bernd bewirtschaftet einen landwirtschaftlichen Betrieb mit 80 ha Land, auf dem er neben Spinat auch Petersilie, Dill, Mais und Gerste anbaut. Außerdem werden auf dem Hof Schweine und Bullen gemästet. Der Spinat, der auf den Flächen von Bernd wächst, ist für Iglo bestimmt.

Die erste Maßnahme die auf dem Feld anstand, um ein sauberes und ebenes Saatbett zu erhalten, war das Pflügen der Fläche (Bild 1). Anschließend erfolgte die Aussaat. Es dauert ungefähr 6 Wochen bis das Gemüse geerntet werden kann. Der Spinat wird in Reihen in einer Tiefe von 1-2 cm ausgesät (Bild 2,3).

Hier Video könnt ihr Euch das Pflügen und die Aussaat genau anschauen.

Funktionsweise eines Mähdreschers

10.07.2017Beobachtet man einen Mähdrescher auf dem Feld, erkennt man deutlich, dass in kürzester Zeit hohe Mengen an Getreide geerntet werden. In regelmäßigen Abständen wird das Korn auf einen Anhänger überladen und vom Feld abtransportiert. Das Stroh bleibt in ordentlichen Reihen auf dem Acker zurück. Was jedoch genau im Mähdrescher passiert ist nicht zu erkennen. Damit Ihr wisst, wie ein Mähdrescher im Inneren arbeitet, stellen wir Euch die Funktionsweise kurz dar.

Das Getreide wird mit dem Schneidwerk des Mähdreschers abgeschnitten und durch eine Einzugsschnecke zur Mitte des Schneidwerks befördert. Anschließend gelangt das Getreide über den Einzugskanal zur Dreschtrommel. Dort wird bereits ein Großteil der Körner von den Ähren getrennt. Das Dreschgut gelangt dann zur Reinigung auf die Siebe des Mähdreschers. Hier wird das Korn gereinigt und von fremden Bestandteilen wie der Spreu, den Grannen, sowie von Unkraut- und Strohresten getrennt, bevor es mit einer Schnecke in den Korntank befördert wird. Die Spreu wird per Luftströmung über die Siebe geblasen und bleibt auf dem Feld zurück.

Das Stroh, welches noch verbleibende Körner enthält, gelangt zum sogenannten Schüttler. Die restlichen Körner werden dort aus den Ähren herausgeschüttelt und gelangen wiederum zur Reinigung auf die Siebe. Das Ausgedroschene Stroh verbleibt auf dem Acker.

Auf den Fotos seht Ihr zunächst einen Mähdrescher bei der Getreideernte. In der Grafik sind die Dreschtrommel, ein Schüttler und die Reinigung abgebildet.

Die Geburt eines Kalbes

03.05.2017Die Kuh hat starke Presswehen und der Kopf des Kalbes ist schon zusehen. Nun dauert es nicht mehr lange bis das Kalb die Welt erblickt. Nach ca. 285 Tagen Trächtigkeit, kann die Kuh nun ihr Kalb begrüßen. Für den Landwirt ist dieser Moment immer etwas ganz besonderes und zugleich sehr spannend zu beobachten.

Die Geburt eines Kalbes lässt sich in vier Phasen unterscheiden. Zunächst beginnt die Kuh mit dem Vorbereitungsstadium. Dies erkennt der Landwirt daran, wenn die Kuh sich unruhig verhält, die Futteraufnahme vermindert, es sich eine rote Scham mit zäher Schleimschnur bildet und die Milch beginnt aus dem Euter zu tropfen.

Darauf folgt das Eröffnungsstadium. Die Frucht wird durch die Wehentätigkeit zum Muttermund befördert. Durch den Druck der Frucht erweitert sich dieser. Es folgen Kontraktionen im Abstand von 5 bis 15 Minuten. Mit dem Platzen der Fruchtblase beginnt meist das Austreibungsstadium.

Dies ist dadurch zu beobachten, dass sehr starke Wehen bei der Kuh durch Kontraktion der Gebärmutter, sowie der Bauchmuskulatur einsetzen. Der Muttermund ist nun durch die Keilwirkung des Kalbes maximal erweitert. Nach dem Durchtritt des Kopfes durch die Scham sollte das Kalb nach 10 bis 15 Minuten geboren sein.

Im Anschluss an die Geburt erfolgt die Nachgeburtsphase mit dem Einsetzen der Nachwehen und dem Abgang der Nachgeburt. In der Regel Kalben die Kühe ohne Geburtshilfe des Landwirten. Sollten doch Komplikation entstehen, kann dieser sofort eingreifen. Hier Video. könnt ihr Euch auch nochmal ein Video zur Geburt anschauen. Viel Spaß dabei :)

Hofportrat Familie Große-Gellermann Teil 3

05.04.2017Das neue Stallgebäude der Familie Große-Gellermann ist im September 2016 fertig gestellt worden. Es bietet Platz für 520 Sauen. Moderne große und helle Abteile sorgen in dem Stall für ein angenehmes Stallklima und ein perfektes Arbeitsumfeld. Fütterung und Lüftung sind computergesteuert und somit immer überall zu überwachen.

Für die Errichtung des neuen Stallgebäudes entschied sich die Familie für eine Firma, die ein schlüsselfertiges System anbietet. Dieses Unternehmen ist ein Generalunternehmen, welches einen solchen Neubau komplett aus einer Hand baut.

Mit dem Neubau ist der Hof nun besser für die Zukunft aufgestellt. Sie bieten zusätzlich einem fest angestellten Mitarbeiter sowie einem Lehrling einen Arbeitsplatz.

Nun habt Ihr den Betrieb und die Gründe für einen neuen Stall der Familie Große-Gellermann kennengelernt. In den kommenden Berichten zeigen wir euch einige Arbeitsabläufe aus dem neuen Sauenstall. Ihr könnt gespannt bleiben, also bleibt dran.

Hofportrat Familie Große-Gellermann Teil 2

22.03.2017In der letzten Folge haben wir über dem Betrieb der Familie Große-Gellermann berichtet. Nun stellen wir euch die Gründe vor, warum sie sich für einen neuen Stall entschieden haben.

Dazu sollt Ihr wissen, dass die Sauen im Laufe ihrer Trächtigkeits- und Geburtsphase in insgesamt 3 Stallungen untergebracht sind. Die Tiere bleiben eine bestimmte Zeit in dem dafür vorgesehenen Abteilen und werden dann ins nächste Abteil umgestallt. Dieses geschieht in ganzen Gruppen und je nach Betrieb alle drei, zwei oder sogar jede Woche. Durch dieses komplexe System ist ein guter Arbeitsablauf und kurze Arbeitswege von Nöten.

Auf dem Hof waren die Arbeitswege aufwendig. Ebenso waren die Sauengruppen auf unterschiedliche Gebäude verteilt, sodass es noch mehr Arbeit war, die Gruppen umzustallen. Um die Existenz des Hofes zu erhalten und nicht auf Dauer in eine Arbeitsfalle zu geraten, wurde nach einer Weiterentwicklung gesucht. Desweiteren sind die gesetzlichen Standards in den letzten Jahren verschärft worden, sodass es auf dem Hof akuten Handlungsbedarf gab. Die Überlegung in den alten Gebäuden die neuen Anforderungen umzusetzen, wurde Aufgrund von zu großen Distanzen zwischen den Arbeitsbereichen und hohen Kosten schnell verworfen.

Der Entschluss ein neues Gebäude zu errichten war gefallen. Der Neubau soll alle Sauen und alle Abteilvarianten beinhalten. Gesetzliche Standards können eingehalten werden und die Arbeitsabläufe enorm verkürzt werden.

Swing-Over-Melkstand

08.03.2017Wie eine Kuh mit dem Melkroboter gemolken wird, haben wir Euch in einem vorherigen Artikel schon erklärt. Nun möchten wir Euch ein weiteres Melksystem vorstellen, nämlich ein Swing-Over-Melkstand. Dazu haben wir den Hof der Familie Dahlhaus besucht.

In dem Betrieb befinden sich 120 Milchkühe die zweimal am Tag gemolken werden. Der Melkstand befindet sich in einem extra Gebäude, dem sogenannten Melkhaus (Bild 1). Dies gliedert sich in dem Wartebereich (Bild 2), dem Melkstand (Bild 3) und der Lagerung der Milch.

Die Kühe werden das erste mal am Tag um 6 Uhr morgens gemolken. Dazu werden sie vom Kuhstall in dem Wartebereich getrieben. Wie der Name es schon verrät warten dort die Tiere auf das Melken. Von dort aus laufen jeweils 12 Kühe in dem Melkstand hinein. Das Besondere an dieser Technik ist, dass mit nur einem Melkzeug gleich zwei Melkplätze zu bedienen sind. Ist die Kuh auf der einen Seite fertig gemolken wird das Melkzeug einfach umgeschwenkt für die nächste Kuh auf der anderen Seite. Anschließend laufen die Tiere wieder in den Stall, bis sie um 17 Uhr das zweite mal gemolken werden.

Die Milch gelangt über Leitungen zum Milchtank, wird dort auf 4 Grad heruntergekühlt bis sie schließlich von der Molkerei abgeholt wird. Durch dieses System kann eine Person ca. 80 Kühe in der Stunde melken. Nun habt Ihr ein Überblick von verschiedenen Melksystemen. Weitere Berichte über die Landwirtschaft in Lembeck erfahrt Ihr in den nächsten Artikeln. Also bleibt dran ;-)

Hofportrat Familie Große-Gellermann Teil 1

21.02.2017Wir die Landwirte aus Lembeck möchten mehr über unsere Betriebsstrukturen berichten und Beginnen deshalb mit der neuen Serie „Hofportrat“.

Dort stellen sich die Familien auf den Betrieben vor und Ihr bekommt einen kleinen Überblick über die Vielseitigkeit der Landwirtschaft in Lembeck. Wenn ihr Wissen wollt, wie die Höfe in Lembeck aussehen, schaut euch die neue Rubrik „Hofportraits“ an. In Zukunft stellen wir immer wieder neue Familienbetriebe vor. Viel Spaß beim Durchschauen.

Den Anfang macht der Hof der Familie Große-Gellermann. Dieser liegt in Lembeck, in der Nachbarschaft Strock. Die Lage zur „neuen Stadt“ Wulfen Barkenberg ist nur ca. 300m entfernt. Die Hofstelle wird schon über Generationen als landwirtschaftlicher Betrieb bewirtschaftet. Auf dem Hof leben und arbeiten drei Generationen zusammen.

Neben dem Ackerbau hat sich die Familie Große-Gellermann in den letzten Jahrzehnten immer weiter auf die Sauenhaltung spezialisiert. Nach und nach wurden in den vorhanden Gebäuden Stallungen umgebaut und renoviert. Vor ca. 8 Jahren konnte eine naheliegende Hofstelle dazu gepachtet werden. Auch dort wurde ein Teil der Schweine untergebracht. So wuchs der Sauenbestand auf ca. 350 Sauen plus Ferkelaufzucht. Im Herbst letzten Jahres wurde ein neuer Stall in Betrieb genommen. Warum sich die Familie Große-Gellermann dazu entschied ein neues Gebäude zu errichten lest ihr in der nächsten Folge.

Frohe Weihnachten

24.12.2016Die Landwirte aus Lembeck wünschen Euch allen ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest, sowie einen guten Rutsch ins neue Jahr. Viele Aktion erwarten Euch im Jahr 2017, also schaut weiterhin bei uns auf der Homepage vorbei.

Tagebuch eines Maisfeldes 10

05.12.2016Das Jahr geht zu Ende. Auf Bernds Maisacker endet es, wie es auch begonnen hat, der Kreislauf schließt sich.

Nach der Maisernte bleiben auf dem Acker nur noch die Stoppeln zurück. Damit die Flächen auch im Winter begrünt sind, hat Bernd als Zwischenfrucht Grünroggen eingesät. Dieser nimmt die noch vorhandenen Nährstoffe im Boden auf und bindet sie, so dass es den Winter über nicht zu einer Auswaschung kommt. Der Anbau von Zwischenfrüchten trägt somit aktiv zum Schutz des Grundwassers bei. Im kommenden Frühjahr wird der Grünroggen in den Boden eingegrubbert und reichert damit den Anteil an wertvollem Humus im Boden an.

Auf den Bildern seht ihr die Fläche in ihrem winterlichen Bild- gerade bei dem Frost der letzten Tage ein schöner Anblick!

Tagebuch eines Maisfeldes 9

25.09.2016Außergewöhnlich früh, bedingt durch die lange Trockenheit der vergangenen Wochen hat in diesem Jahr die Maisernte in Lembeck begonnen. Die Felder lichten sich bereits. Und so wurde in der vergangenen Woche auch bei Bernd der Mais gehäckselt, 128 Tage nach der Aussaat.

Die Pflanzen sind bereits weitgehend abgestorben, die Blätter im unteren Bereich der Pflanze verwelkt. Der Häcksler vom Lohnunternehmen Thier- Essing erfasst acht Maisreihen auf einmal und hackt die gesamten Maispflanzen samt Kolben in feine Stücke. Mit zwei Traktoren wird der Mais der in hofnähe liegenden Flächen zum Silo gefahren.

Hier kommt es darauf an, dass das Futter gut konserviert wird und sich keine Luft mehr in der Silage befindet. Denn durch Sauerstoff bilden sich unerwünschte Butter- und Essigsäuren, durch die die Qualität des Futters stark reduziert wird. Dazu fährt der schwere Schlepper auf dem Silo das Futter gleichmäßig fest.

Anschließend wird das Silo mit einer Folie luftdicht abgedeckt, die mit schweren Matten oder Reifen belegt wird. So ist mit der Maissilage eine wichtige Futterkomponente für das kommende Jahr für Bernds Kühe gesichert.

Tagebuch eines Maisfeldes 8

08.09.2016Tag 116 und so langsam beginnt die Reife. Bereits jetzt sterben die untersten Blätter der Pflanzen ab- in diesem Jahr durch die Trockenheit der vergangenen Wochen oft bereits drastischer und außergewöhnlich früh.

Die Kolben sind voll besetzt mit dicken, goldenen Maiskörnern die jetzt auch nicht mehr weiter wachsen werden. Sie liefern später die Energie im Futter von Bernds Milchkühe. Bis zur Ernte dauert es allerdings noch etwas. Die Reife lässt sich in unterschiedliche Stadien einteilen, jetzt sind die Körner in der „Teigreife“. Das bedeutet, die Körner sind im Inneren teigig und haben noch ca. 55 % Wasser. Der Wassergehalt wird mit zunehmendem Reifestadion immer geringer, die Körner sind in der anschließenden „Vollreife“ hart und glänzend und er Wassergehalt im Korn sinkt bis auf 35 %.

Ferienspaß

08.09.2016Bei Kindern vom Hof kommt auch in den Ferien so schnell keine Langeweile auf. Denn schließlich ist auf einem Bauernhof gerade im Sommer mächtig was los: Es ist Erntezeit, das Getreide wird gedroschen und Stroh eingefahren, außerdem gilt es täglich die Tiere zu versorgen. Den Spaß und die Freude, die das Landleben den Bauernhofkindern täglich beschert, wollten wir Lembecker Landwirte auch für andere Kinder erfahrbar machen und luden kurzerhand für einen Tag rund 30 Kinder der Don Bosco-Grundschule zum Ferienspaß auf den Hof Harks ein. Insgesamt wird die Ferien-Aktion organisiert durch das Team der offenen Ganztagsschule.

Bei der von uns vorbereiteten Ralley konnten die Kinder zunächst an verschiedenen Stationen viele Erfahrungen rund um die Landwirtschaft sammeln. Melken am Gummieuter, eigene Butter aus Sahne schütteln oder Weizen an Mühlen zu Mehl mahlen gehörten genauso zu den Aufgaben, wie verschiede Quiz rund um das Thema Milch und Lebensmittel. Auf dem Futtertisch erfuhren die Kinder, aus welchen Komponenten die tägliche Futterration einer Kuh besteht und durften hier auch selber gleich den Kühe das Futter heranschieben.

Mit vielen Fahrzeugen, beim Fußball und dem Toben auf der Strohburg kam auch das freie Spielen nicht zu kurz.

Tagebuch eines Maisfeldes 7

04.08.2016Der Mais auf Bernds Acker hat mit 3,20 m seine endgültige Höhe nun fast erreicht und er hat bereits seine Fahnen geschoben- so nennen wir die Blütenstände die oben an den Pflanzen zu erkennen sind.

Die Pollen verteilen sich über das Feld und befruchten die tiefer sitzenden Kolben, an denen sich anschließend die vielen Maiskörner entwickeln. Die Pollen gelangen übrigens über die vielen Narbenfäden in das Innere des Kolbens. Lang anhaltende Hitze oder zu starke Regenfälle während der Blüte behindern dies und führen zu unregelmäßig gefüllten Kolben.

Tagebuch eines Maisfeldes 6

11.07.2016Gute drei Wochen weiter ist der Mais nicht wiederzuerkennen! Mit einer Höhe von ca. 180 cm ist er bereits mannshoch, ausreichend Wärme und Feuchtigkeit bieten den Maispflanzen ideale Wachstumsbedingungen. Bei diesen wächst der Mais bis zu zehn Zentimeter (!) pro Tag. Auf den Bildern erkennt ihr auch, wie mächtig die Stengel inzwischen sind.

Wusstet ihr übrigens, dass Mais eine enorme Fähigkeit zur Umwandlung von Kohlenstoffdioxid (CO2) in Sauerstoff besitzt? Ein Hektar Mais recycelt den CO2-Ausstoß von 60.000 km Autofahrt oder vier Pkw-"Durchschnittsfahrern" und ist damit, neben der Zuckerrübe, einer der effektivsten CO2- umwandelnden Pflanzen.

Besucheransturm beim Tag des offenen Hofes

09.06.2016Bei hervorragendem Wetter empfingen wir Euch am vergangenen Sonntag auf den fünf Bauernhöfen in Dorsten-Hervest, im Rahmen des „Tag des offenen Hofes“. Die Betriebe präsentierten ein buntes Programm zum Anfassen und Anschauen und verzeichneten einen enormen Besucheransturm von mehreren Tausend Gästen.

Wir haben uns sehr darüber gefreut, Euch auf den fünf Höfen die moderne und vielseitige Landwirtschaft erlebbar zu machen. Wir konnten unsere tägliche Arbeit präsentieren und in zahlreichen Gesprächen einige Fragen von Euch beantworten.

Manche von Euch haben bei uns, den "Lembecker Landwirten“, sogar ein schönes Bild zur Erinnerung gemacht. Um zur Downloadseite zu gelangen bitte HIER klicken.

Tagebuch eines Maisfeldes 5

08.06.2016Der Mais macht bei der feucht- warmen Witterung der letzten Wochen weiter kräftige Fortschritte, wie ihr auf den Bildern erkennen könnt. Doch neben den Maispflanzen machen sich mittlerweile auch einige Unkräuter auf dem Acker breit und so erfolgte in dieser Woche eine Behandlung gegen diese.

Mais wächst in seiner Jugendphase viel langsamer als z.B. Weißer Gänsefuß, Vogelmiere oder Knöterich, die das Rennen auf dem Acker mit großem Vorsprung gewinnen würden, wenn wir sie einfach gewähren ließen. Schwarzer Nachtschatten ist außerdem giftig und würde die Ernte unbrauchbar machen. Ganz nebenbei überschwemmen diese Unkrautpflanzen den Acker mit unzähligen Samen, die sich für viele Jahre im Boden halten.

Die hierfür verwendeten Herbizide wurden speziell für die auftretenden Unkrautpflanzen ausgewählt. Beachtet werden musste außerdem, dass die Maispflanzen eine ausreichende Wachsschicht auf den Blättern haben um nicht selbst geschädigt zu werden.

Die Pflanzenschutzspritze wird alle 3 Jahre einer TÜV- Kontrolle unterzogen um sicherzustellen, dass Ausbringmenge und die Verteilgenauigkeit eingehalten werden. Außerdem muss jeder, der Pflanzenschutzmittel anwendet, die nötige Sachkunde nachweisen. Diese wird durch die Ausbildung zum Landwirt erworben und durch regelmäßige Lehrgänge aufgefrischt.

Tag des offenen Hofes

02.06.2016Am kommenden Sonntag, den 5. Juni 2016, präsentieren sich die Landwirte aus dem Kreis Recklinghausen beim Tag des offenen Hofes von 11.00 bis 17.00 Uhr mit einem Programm zum Anfassen auf fünf Bauernhöfen in Dorsten-Hervest.

Auf dem Betrieb der Familie Wübbelt erhaltet Ihr bei Stallführungen und an Infoständen viele Einblicke in die Milchviehhaltung und könnt dort frische Milch und Milchprodukte probieren. Im Rahmen einer Maschinenschau werden auf dem Hof, neben modernen Geräten, auch landwirtschaftliche Oldtimer präsentiert. Am BauernhofMobil können Kinder Rätsel zur Landwirtschaft lösen, Mehl mahlen und eine Kuh melken.

In unmittelbarer Nähe zu dem Betrieb liegen die Höfe Gerhardt und Einhaus-Bergmann. Auf den beiden Höfen kommen Pferde-Begeisterte ganz besonders auf ihre Kosten. Neben Ponyreiten, Streichelzoo und Kinderschminken gibt es auch eine Hüpfburg und die „Rollende Waldschule“ stellt sich vor.

Der Spargelhof Kemna bietet Euch einen Bauernmarkt, bei dem frische Lebensmittel aus der Region gekauft werden können. In einer Showküche kocht Ruhrgebiets-Koch Heinrich Wächter zusammen mit dem früheren Schalke-Profi Olaf Thon regionale Gerichte, moderiert von WDR 2-Moderatorin Steffi Neu.

Auf dem Hof May erwartet Euch ein Landfrauen-Café mit frischem Kaffee und Kuchen, sowie Einblicke in die moderne Sauenhaltung. Die Lembecker Landwirte sind mit einer Fotobox dort vertreten. Sie laden ein zahlreiche Fotos von Euch zu machen, um den unvergesslichen Tag des offenen Hofes in schöner Erinnerung zu halten.

Wir freuen uns auf Euch!!

Tagebuch eines Maisfeldes 4

13.05.2016Es tut sich was auf dem Maisacker! Nachdem in der letzten Aprilwoche noch recht kühle Temperaturen herrschten, hat der Mai bisher richtig warme Tage zu bieten. Und die braucht der Mais auch. Er keimt nämlich erst bei Bodentemperaturen die konstant über 8°C liegen. Die Feuchtigkeit im Boden lässt das Korn aufquellen und der winzig kleine Trieb hebt sich der Oberfläche empor. Gleichzeitig beginnt das Wachstum der Wurzel. Auf dem ersten Bild könnt Ihr das gut erkennen.

Seitdem ging aber das weitere Wachstum äußerst zügig voran. Mittlerweile haben sich bereits zwei Blätter gebildet und die Pflanzen schlagen bereits ordentliche Wurzeln. Das Maislegen ist gerade einmal 18 Tage her. Wir sind gespannt, wie es weiter geht. Danke für die Bilder, Bernd!

Haltungsform Kuhstall

02.05.2016Die Kühe werden in einen sogenannten „Boxenlaufstall“ gehalten. Sie können sich dort frei bewegen und ihre Liegebox selbst aussuchen. Der Stall ist so gebaut, das klimatische Bedingungen wie Draußen herrschen. Das bedeutet, es kommt sehr viel Licht und Luft im Stall. Zu jeder Zeit können die Kühe frisches Futter und Wasser aufnehmen.

Die Laufgänge bieten den Kühen viel Platz um ungestört zu fressen und um ihr Herdenverhalten auszuleben. An zentralen Punkten sind Tränken angebracht um ungestört Wasser aufzunehmen. An warmen Sommertagen trinkt eine Kuh ca. 150 Liter Wasser.

Die Liegebox ist das „Bett“ für die Kuh, hier verbringt sie ca. 14 Stunden täglich. Der Untergrund des Liegebereichs besteht meistens aus Stroh. Dadurch liegt die Kuh weich, sauber, trocken und wärmeisolierend.

Viele Kuhställe besitzen einen „Wellness Bereich“ mit einer elektrischen Kuhbürste. Diese sorgt für Entspannung und trägt durch ihre Massagewirkung zur Haut- und Fellpflege bei. Die Kühe können somit ihr natürliches Verhalten ausüben.

Die Kuh soll so wenig wie möglich in ihrem natürlichen Bewegungsablauf oder Verhalten eingeschränkt werden. Die Umsetzung von Innovation durch neue Bauweisen ist immer am Tierwohl der Kühe bemessen.

Girl’s Day bei den Lembecker Landwirten

29.04.2016Heute war Girl‘s Day, auch auf drei Lembecker Bauernhöfen. Beim sogenannten Mädchen- Zukunftstag erhalten alle Mädels auf weiterführenden Schulen die Möglichkeit, für einen Tag in einen typischen „Männerberuf“ hineinzuschnuppern.

Und so war Lena heute zu Besuch bei Familie Paß. Neben der Arbeit im Stall bei den Sauen und Ferkeln erkundete Lena auch den benachbarten Milchviehbetrieb Kerkmann sowie die Flächen und Kulturen des Betriebes Paß. Auf dem Foto seht ihr sie im Schnittlauchfeld. Daniela schnupperte Stallluft im Milchviehbetrieb von Familie Dahlhaus.

Finja und Paula erlebten ihren Girl’s Day bei Familie Böckenhoff und halfen gleich erst mal bei Umzug der Sauen in den Abferkelstall. Außerdem wurden gerade geborene Ferkel bei der ersten Milchaufnahme an der Sau unterstützt (Fotos 3 + 4).

Wir finden es toll, dass ihr Mädels den Girl’s Day genutzt habt, Landwirtschaft hautnah zu erleben und freuen uns, dass euch der Tag in Lembeck gefallen hat!!

Tagebuch eines Maisfeldes 3

25.04.2016Der Mais kann starten; heute Morgen wurde er gelegt. Claudinio und Metronom sind die Namen der Silomaissorten, die zum Einsatz kamen.

Der Boden wurde durch den Grubber schon 25 cm tief gelockert, sodass bei Bernd der Pflug nicht zum Einsatz kam. Die Maiskörner werden etwa 4-5 cm tief in den Boden gelegt. Außerdem wurde bei der Saat ein flüssiger Dünger aus Stickstoff und Phosphor (jeweils 2g/m²) im Abstand von 5cm unter dem Maiskorn ausgebracht. Das ist wichtig für eine gute Entwicklung der kleinen Maispflanze.

Auf den Fotos seht ihr den Traktor mit dem Maislegegerät. Der Tank vorn am Traktor beinhaltet den Flüssigdünger. Übrigens werden moderne Schlepper, wie dieser, mittlerweile per GPS gesteuert und lenken vollautomatisch. Der gelbe „Knopf“ auf dem Dach der Kabine ist der Empfänger dieses sogenannten AutoTrac- Systems.

Das zweite Bild zeigt einen Querschnitt im Boden, ihr könnt hier das Maiskorn erkennen.

Tagebuch eines Maisfeldes 2

19.04.2016Auch in den vergangen Tagen gingen für Bernd die Vorbereitungen zur Maisaussaat weiter. Nach dem Miststreuen stand jetzt noch die Düngung mit 40m³ Gülle an. Das sind 4 Liter auf einen Quadratmeter.

Diese hat Florian, der beim Lohnunternehmen Thier- Essing arbeitet, mit dem Schleppschlauchverteiler direkt auf den Ackerboden ausgebracht. So verflüchtigen sich deutlich weniger Nährstoffe in die Luft und bleiben da, wo die Pflanzen sie brauchen. Dazu trägt vor allem auch bei, dass Bernd die frisch aufgetragene Gülle zeitnah in den Boden eingrubbert (Foto 1+2).

Die Düngermenge muss dem Bedarf der Maispflanzen angepasst sein. Wird nicht genug gedüngt, leiden Qualität und Erntemenge = schlechtes Futter. Düngt Bernd zu viel, verschwendet er Geld und belastet das Grundwasser.

Um ausreichend versorgt zu sein, benötigt der Mais 200kg Stickstoff je Hektar, das sind 20g pro Quadratmeter. Mit den 6 Tonnen Mist und den 40m³ Gülle sind nun schon 130 kg Stickstoff je Hektar verteilt worden.

Durch Laboruntersuchungen weiß Bernd, wieviel Nährstoffe in der Gülle und auch in seinem Boden sind. Die Untersuchungsergebnisse der Gülle und des Bodens haben wir euch in den Bildern 3 + 4 hinzugefügt.

Tagebuch eines Maisfeldes

19.04.2016Das Frühjahr ist in vollem Gange und für uns geht die Arbeit auf dem Feld so richtig los. Daran möchten wir euch gern teilhaben lassen und starten heute unsere Serie „Tagebuch eines Maisfeldes“, in der wir Bernd Loick- Oesing bei der Arbeit auf dem Feld begleiten.

Bernd bewirtschaftet einen Bauernhof mit 46 ha Land, auf dem er neben Mais, Weizen und Bohnen auch Spinat für Iglo anbaut. Außerdem leben auf dem Hof neben Kälbern und Rindern auch 35 Milchkühe.

Für diese ist auch der Mais bestimmt, um den es hier gehen soll. Er wird im kommenden Herbst geerntet und dann als Maissilage als Futter für die Kühe konserviert.

Während des Winters wuchs auf der Fläche Grünroggen als Zwischenfrucht, der im Herbst auf den Boden gestreut wurde.

Die erste Maßnahme stand in der vergangenen Woche an, auf der Fläche wurde Mist, der in der Rinderhaltung auf dem Hof entstand, ausgebracht. Anschließend wurde die Fläche umgehend gegrubbert, Grünroggen und Dünger wurden also in den Boden eingearbeitet.

Auf den Fotos seht ihr zunächst den Grünroggen und wie Mist auf der Fläche verteilt wird. Schließlich zeigt das vierte Foto, wie dieser zusammen mit dem Grünroggen in den Boden eingearbeitet wird.

Melkroboter

10.04.2016Es zischt, Kraftfutter rasselt und ein Melkgeschier wird ganz automatisch zu den Zitzen der Kuh befördert. Eine Kuh wird gemolken und weit und breit ist Niemand zu sehen. Die Rede ist von einem Melkroboter auf dem Betrieb der Familie Heiming.

Für die 50 Kühe im Stall besteht die Möglichkeit 23 Stunden am Tag den Melkroboter aufzusuchen. Es herrscht individuell für jede einzelne Kuh ein Melkrecht. Das Bedeutet, Kühe mit hoher Milchleistung dürfen den Roboter öfters aufsuchen, anstatt Kühe die weniger Milch geben und bald kalben werden.

Betritt die Kuh den Melkroboter, bekommt sie zunächst Kraftfutter zu fressen. Anschließend vermisst ein Laser das Euter. Die Zitzen werden gesäubert und vorgemolken. Nun wird das Melkzeug angehangen und die Melkung beginnt. Sinkt der Milchfluss unter einer bestimmten Menge, verlässt die Kuh den Melkroboter. Hauptsächlich gehen die Kühe zum Melken, weil sie dort Kraftfutter bekommen und nicht wegen des Milchdrucks im Euter.

Ein Melkroboter ist eine gute Unterstützung um seine Arbeitszeiten flexibler zu gestalten. Er ist eine zuverlässige ,,Arbeitskraft“, die nicht körperlich müde wird oder krankheitsbedingt ausfällt. Die Arbeitszeiten, die durch den Melkroboter eingespart werden, können in die Pflege und Beobachtung der einzelnen Tiere investiert werden um diese zu optimieren. Der Landwirt hat die Kontrolle über das System und vor allem über seine Kühe.

Schweinehaltung

06.04.2016Auf vielen Lembecker Höfen ist die Schweinehaltung ein wichtiger Betriebszweig. Einige Betriebe haben sich auf die Ferkelerzeugung spezialisiert, andere mästen Schweine und verkaufen die ausgewachsenen Tiere an den Schlachthof.

Sauen- Ferkel- Mastschwein….. Was macht hier eigentlich den Unterschied?? Dazu möchten wir Euch an dieser Stelle einen kleinen Überblick verschaffen.

In der Sauenhaltung werden die Ferkel geboren, die später einmal als Mastschweine verkauft werden. Hier in der Sauenhaltung, die auch Ferkelerzeugung genannt wird, dreht sich alles um das Thema Geburt und Aufzucht junger Tiere. Fingerspitzengefühl ist hier also gefragt.

Nach 115 Tagen Trächtigkeit wirft eine Sau ca. 14 Ferkel. Sie säugen ihre Jungen drei bis vier Wochen lang, bevor die Ferkel abgesetzt werden und in den Ferkelaufzuchtstall umziehen. Dort bleiben die Ferkel weitere acht Wochen, bis sie mit ca. 30 kg zu den Betrieben verkauft werden, auf denen sie leben, bis sie ausgewachsen sind. Wiegen die Tiere dann 120 Kg, werden sie zum Schlachthof gebracht.

Auf dem ersten Foto seht ihr die Ferkel im Ferkelstall, wenn sie ca. 25 kg wiegen. In der Mitte hängt Spielzeug von der Decke, mit dem die Tiere sich beschäftigen. Links ist der Trog, der automatisch mit Futter befüllt wird und von dem die Ferkel sich bedienen können, wie sie möchten.

Das zweite Foto zeigt Ferkel im Alter von vier Wochen. Sie wiegen gut 7 Kg und haben gerade vor ein paar Tagen den Ferkelstall bezogen.

Die Ferkel im dritten Bild sind gerade 8 Tage alt. Sie werden im Abferkelstall von der Sau gesäugt. Wie ihr sehen könnt, wird die Sau während der Säugezeit in einem Ferkelschutzkorb gehalten. Dieser verhindert, dass die Sau ihre eigenen Ferkel erdrückt, wenn sie sich hinlegt.

Während der Trächtigkeit laufen die Sauen in Gruppen frei durch den sogenannten Wartestall (Foto4). Tatsächlich fühlen sie sich aber in den Buchten, die am Ende offen stehen ganz wohl und so liegen sie oft für sich allein in einer Bucht.

Kuh ist nicht gleich Kuh

01.04.2016Die Rinderhaltung lässt sich in Milchrassen, Fleischrassen und Zweinutzungsrassen unterscheiden. Bei Milchrassen liegt der Schwerpunkt der Zucht auf der Milch. Die Milchleistung der Tiere ist sehr hoch, im Gegensatz zur Fleischleistung. Die bedeutendste Milchrasse ist die Deutsche Holsteins der Farbrichtung Schwarzbunt und Rotbunt, da sie die am häufigsten eingesetzte Rasse in der Milchproduktion ist.

Bei Fleischrassen steht die Erzeugung von Fleisch im Vordergrund. Fleischbetonte Rassen haben eine stärkere Bemuskelung und eine bessere Fleischstruktur als Milch- und Zweinutzungsrassen. Typische Fleischrassen sind Charolais, Limousin, Galloway, Angus oder Hereford.

Zweinutzungsrassen kombinieren die Eigenschaften Milch und Fleisch. In einer kleinen Herde in Lembeck werden Kühe der Rasse „Pinzgauer“ gehalten. Diese Tiere sind österreichisch-bayerischer Herkunft und sind meist in Mutterkuhherden zu finden. Ihre Population ist gering und macht sie daher zu etwas Besonderem.

Auf den Bildern könnt ihr das „Pinzgauer Rind“ mit dem „Holstein Rind“ vergleichen.

Frohe Ostern

27.03.2016Nun erwacht die Natur zu neuem Leben, alles beginnt zu blühen und zu grünen. So wünschen die Landwirte aus Lembeck Euch viele warme Sonnenstrahlen, sowie glückliche Feiertage und ein frohes Fest mit der Familie.

Herzliche Ostergrüße
Die Lembecker Landwirte

Buchübergabe „Wir Kinder vom Hof“

26.03.2016Kennt Ihr das Buch „Wir Kinder vom Hof“ aus dem Landwirtschaftsverlag Münster? Wir Landwirte aus Lembeck haben mehrere Exemplare davon angeschafft und an verschiedenen Stellen in Lembeck zum kostenfreien Lesen ausgelegt (z.B. im Wartebereich der Arztpraxis Holtz & Lippert und der Kinderarztpraxis van Buer, in der Holzwarth Apotheke, im Autohaus Lehmbrock). Ebenso haben wir es den beiden Kindergärten St. Laurentius und Don Bosco, sowie der Don Bosco - Grundschule übergeben.

In diesem Buch wird ein absolut realistisches Bild der heutigen, modernen Landwirtschaft gezeigt. Dazu wurden die Kinder von zwei Bauernfamilien aus dem Kreis Warendorf über ein Jahr lang begleitet und es zeigt realitätsgetreu, was auf dem Hof zu welcher Jahreszeit passiert.

Mehr über das Buch erfahrt ihr auch noch in diesem Video. Wenn es also euch demnächst in Lembeck begegnet, wünschen wir euch ganz viel Spaß beim Lesen!

(Für alle, die dieses Buch gern selber haben oder verschenken möchten: Es ist in jeder Buchhandlung und auch bei der Raiffeisen erhältlich und kostet 17,95€.)

Flyer zur Frühjahrsdüngung

24.03.2016Das Wort „Gülle“ kommt ursprünglich aus dem Niederdeutschen und bedeutete so viel wie „Pfütze, Lache“. Erst viel später bekam „Gülle“ die Bedeutung, die das Wort heute hat, nämlich eine Mischung aus Kot und Harn unserer landwirtschaftlichen Nutztiere Schwein und Rind. Daneben gibt es noch weitere organische Düngeformen, wie Jauche oder Mist, die je nach Haltungsform der Tiere entstehen. Sie sind kein Abfall, sondern ein natürliches, organisches Düngemittel.

Gülle hat zwei unschlagbare Vorteile: Sie enthält meist alle wichtigen Nährstoffe für die Pflanzen und liefert gleichzeitig organische Substanz für den Boden, die für eine nachhaltige Bodenfruchtbarkeit sorgt. Der Naturdünger besteht zum größten Teil aus Wasser mit darin gelösten Nährstoffen und organischer Substanz sowie einigen Mineralstoffen.

Gülle gehört direkt auf den Boden und nicht in die Luft. Und dabei geht es nicht nur um die Geruchsbelästigung, sondern auch um die klimaschädlichen Stickstoffverluste, die den Landwirt im Übrigen bares Geld kosten. Entscheidend dafür ist aber nicht nur die Ausbringungstechnik, sondern vor allem die Witterung beim Düngen und wie schnell die Gülle in den Boden eingearbeitet wird.

Große Maschinen und riesige Güllefässer sind dabei nicht gleichbedeutend mit großen Güllemengen auf der Fläche. Im Gegenteil: je größer, teurer und moderner die Maschinen, desto exakter ist zumeist die Verteilung der Gülle. Sogar eine Messung der Nährstoffe in der Gülle während der Ausbringung ist heute technisch schon möglich!

Lembecker Landwirte informieren:

Frühjahrsdüngung nährt und schützt Pflanzen!

Wenn es momentan auf den Feldern "riecht", dann hat das einen Grund: Die Landwirte in Lembeck düngen in diesen Tagen ihre Felder. Die Düngung mit Gülle und Mist bietet den Pflanzen zu dieser Jahreszeit Nahrung und versorgt sie mit wertvollen Nährstoffen. Gerade das Wintergetreide benötigt im Frühjahr eine Startdüngergabe, damit das Pflanzenwachstum richtig beginnen kann.

Gülle und Mist aus der Tierhaltung und Gärreste aus der Biogasgewinnung sind für uns Bauern wertvolle Naturdünger: Was dem Boden durch die Pflanzen entzogen wird, muss wieder zugeführt werden.

Wir bitten deshalb bei unseren Mitbürgern um Verständnis, wenn es hier und da einmal ‚duftet‘. Sprechen Sie uns gern an. Wir möchten Ihnen zeigen, wie wir auf unseren Höfen arbeiten und freuen uns über den offenen Dialog. Wir möchten erfahren, welche Wünsche Sie an unsere Landwirtschaft haben

Ihre Lembecker Landwirte

Fragen und Anregungen gern an ortsverein@landwirte-lembeck.online

Willkommen!

24.03.2016Willkommen auf unserer neuen Homepage landwirte-lembeck.online. Wir laden euch ein, stets auf dem Laufenden darüber zu sein, was auf unseren Höfen gerade passiert und wie wir arbeiten. Außerdem werdet ihr hier immer wieder uns Bauern selbst begegnen und unsere Höfe in kleinen Hofportraits kennenlernen. Wir möchten euch von der Freude, die uns unsere Arbeit bereitet, berichten und freuen uns auf einen offenen Dialog.

Noch ist die Seite in ihren Startlöchern, aber wir arbeiten stets daran, sie mit Inhalten zu füllen. Es lohnt sich also, hier immer mal wieder vorbeizuschauen.
Habt ihr Interesse an einer Besichtigung vor Ort oder möchtet Ihr uns Fragen stellen, dann nutzt gern das Kontaktformular.
Wir wünschen euch viel Spaß beim Lesen. Eure Landwirte aus Lembeck