Ruhige Feiertage… fehlanzeige

06.01.2019Für uns Landwirte ging auch an den Feiertagen die Arbeit im gewohnten Takt weiter. Melken, Füttern, neugeborene Tiere versorgen… - auch dann selbstverständlich. Und da die Weihnachtstage oder Sylvester und Neujahr sich bekanntlich nicht an Wochenenden orientieren, lagen in diesem Jahr arbeitsintensive Festtage an.

Neben praktischen Tätigkeiten auf dem Hof und im Stall beginnt das neue Jahr auch im Agrarbüro. Im Folgenden möchten wir euch einmal zeigen, welche notwendigen Meldungen zu Jahresbeginn anstehen.

Nach dem Tiergesundheitsgesetz ist jeder Tierhalter verpflichtet, seinen am 01. Januar aktuellen Tierbestand an die Tierseuchenkasse zu melden.

Eine weitere Stichtagsbestandsmeldung erfolgt ebenso nach der Viehverkehrsverordnung im dafür vorgesehenen staatlichen Internetportal (HIT= Herkunftssicherungs- und Informationssystem für Tiere).

Sollten erkrankte Tiere im vergangenen Quartal mit Antibiotika tierärztlich versorgt worden sein, ist dieser Einsatz in gleich zwei Datenbanken zu vermerken, zum einen im Qualitätssicherungssystem QS, zum anderen auch in der staatlichen Antibiotikadatenbank. Mit der Eintragung in letztere erklärt der Landwirt außerdem, dass er sich an die Behandlungsanweisungen des Tierarztes gehalten hat. Liegt der Verbrauch über einem gewissen Index, muss ein Maßnahmenplan erstellt werden, der zur Reduzierung des Antibiotikaeinsatzes beiträgt.

Schweinehalter, die ihren Tieren freiwillig zusätzlichen Tierkomfort im Rahmen der Initiative Tierwohl (ITW) bieten, melden die Zahlen der verkauften Tiere im letzten Quartal ebenso Anfang Januar.

.. und auf dem Acker?

Zwar ruhen die Feldarbeiten in den Wintermonaten, Planung und Organisation dieser für die kommende Vegetationsperiode stehen aber bereits im Januar an. Für die Feldfrüchte wird, geregelt durch die Düngeverordnung, die sogenannte Düngebedarfsermittlung erstellt. Und rückwirkend fürs letzte Wirtschaftsjahr muss nachgewiesen werden, wie die angefallenen Dünger (Gülle + Mist) sinnvoll und sachgemäß verwertet wurden.

Ihr seht also: Landwirt zu sein bedeutet mehr, als nur in praktischen Arbeiten fit zu sein. Dokumentation und Kontrollen werden- wie in vielen anderen Branchen- auch im Agrarbereich immer intensiver.