Alle Artikel zum Thema Technik auf einen Blick


EuroTier

23.11.2018Vom 13. bis zum 16. November fand in diesem Jahr wieder die EuroTier auf dem Messegelände in Hannover statt. Sie gilt als Leitmesse für Profis in der Tierhaltung und ist eine wichtige Plattform für die Präsentation von Neuheiten. Die Aussteller präsentieren auf der EuroTier die wichtigsten Neuheiten in der Rinder-, Schweine-, und Geflügelhaltung. Dazu kommt das Angebot für die Haltung von Schafen, Ziegen, Pensionspferden und für Aquakulturen. Insgesamt waren auf der EuroTier 2.570 nationale und internationale Aussteller auf mehr als 280.000 m² vertreten. Die EuroTier findet alle zwei Jahre statt und wird von der DLG (Deutsche Landwirtschafts- Gesellschaft) organisiert.

Auch in diesem Jahr wurden wieder einige Neuheiten präsentiert, wie z.B. ein Verfahren zur Bestimmung des Geschlechts von Küken im Ei mittels Hormonanalyse oder spektroskopischer Messung (Bild1). Ein weiteres Highlight war ein digitales Fieberthermometer, welches die tierindividuelle Erfassung und Speicherung der Körpertemperatur zur besseren Gesundheitsüberwachung ermöglicht.

Zahlreiche Lembecker-Landwirte haben sich auch in diesem Jahr wieder auf den Weg nach Hannover gemacht, um sich ausgiebig über neue Techniken und Verfahren in der Tierzucht und -haltung zu informieren.

Dorstens Unternehmer der Jahres 2017

29.11.2017Eine unabhängige Jury zeichnet alljährlich einen Dorstener Betrieb zum Unternehmen des Jahres aus. Diesen Preis erhält in diesem Jahr der Lembecker Christof Thier- Essing gemeinsam mit seiner Familie.

Als Dienstleister für die Landwirtschaft führt das Lohnunternehmen Arbeiten im Pflanzenbau für landwirtschaftliche Betriebe durch. Vor allem in Sachen Ernte, Düngung und Pflanzenschutz ist Familie Thier- Essing gefragt, da sich eine eigene Mechanisierung mit hochtechnisierten Fahrzeugen für landwirtschaftliche Betriebe oft nicht rechnet.

Auch die anschießende umfangreiche Dokumentation der Feldarbeiten wird durch den Betrieb übernommen. Gerade in Erntezeiten geht der Arbeitsalltag weit über einen 12stündigen Tag hinaus.

Christof und Claudia, wir lembecker Landwirte gratulieren euch sehr herzlich zur tollen und verdienten Auszeichnung „Unternehmer des Jahres 2017“!

Wir danken euch, dass ihr uns Landwirten immer ein sehr zuverlässiger Partner seid!

Quelle:(Foto: Bludau, Dorstener Zeitung)

Funktionsweise eines Mähdreschers

10.07.2017Beobachtet man einen Mähdrescher auf dem Feld, erkennt man deutlich, dass in kürzester Zeit hohe Mengen an Getreide geerntet werden. In regelmäßigen Abständen wird das Korn auf einen Anhänger überladen und vom Feld abtransportiert. Das Stroh bleibt in ordentlichen Reihen auf dem Acker zurück. Was jedoch genau im Mähdrescher passiert ist nicht zu erkennen. Damit Ihr wisst, wie ein Mähdrescher im Inneren arbeitet, stellen wir Euch die Funktionsweise kurz dar.

Das Getreide wird mit dem Schneidwerk des Mähdreschers abgeschnitten und durch eine Einzugsschnecke zur Mitte des Schneidwerks befördert. Anschließend gelangt das Getreide über den Einzugskanal zur Dreschtrommel. Dort wird bereits ein Großteil der Körner von den Ähren getrennt. Das Dreschgut gelangt dann zur Reinigung auf die Siebe des Mähdreschers. Hier wird das Korn gereinigt und von fremden Bestandteilen wie der Spreu, den Grannen, sowie von Unkraut- und Strohresten getrennt, bevor es mit einer Schnecke in den Korntank befördert wird. Die Spreu wird per Luftströmung über die Siebe geblasen und bleibt auf dem Feld zurück.

Das Stroh, welches noch verbleibende Körner enthält, gelangt zum sogenannten Schüttler. Die restlichen Körner werden dort aus den Ähren herausgeschüttelt und gelangen wiederum zur Reinigung auf die Siebe. Das Ausgedroschene Stroh verbleibt auf dem Acker.

Auf den Fotos seht Ihr zunächst einen Mähdrescher bei der Getreideernte. In der Grafik sind die Dreschtrommel, ein Schüttler und die Reinigung abgebildet.

Swing-Over-Melkstand

08.03.2017Wie eine Kuh mit dem Melkroboter gemolken wird, haben wir Euch in einem vorherigen Artikel schon erklärt. Nun möchten wir Euch ein weiteres Melksystem vorstellen, nämlich ein Swing-Over-Melkstand. Dazu haben wir den Hof der Familie Dahlhaus besucht.

In dem Betrieb befinden sich 120 Milchkühe die zweimal am Tag gemolken werden. Der Melkstand befindet sich in einem extra Gebäude, dem sogenannten Melkhaus (Bild 1). Dies gliedert sich in dem Wartebereich (Bild 2), dem Melkstand (Bild 3) und der Lagerung der Milch.

Die Kühe werden das erste mal am Tag um 6 Uhr morgens gemolken. Dazu werden sie vom Kuhstall in dem Wartebereich getrieben. Wie der Name es schon verrät warten dort die Tiere auf das Melken. Von dort aus laufen jeweils 12 Kühe in dem Melkstand hinein. Das Besondere an dieser Technik ist, dass mit nur einem Melkzeug gleich zwei Melkplätze zu bedienen sind. Ist die Kuh auf der einen Seite fertig gemolken wird das Melkzeug einfach umgeschwenkt für die nächste Kuh auf der anderen Seite. Anschließend laufen die Tiere wieder in den Stall, bis sie um 17 Uhr das zweite mal gemolken werden.

Die Milch gelangt über Leitungen zum Milchtank, wird dort auf 4 Grad heruntergekühlt bis sie schließlich von der Molkerei abgeholt wird. Durch dieses System kann eine Person ca. 80 Kühe in der Stunde melken. Nun habt Ihr ein Überblick von verschiedenen Melksystemen. Weitere Berichte über die Landwirtschaft in Lembeck erfahrt Ihr in den nächsten Artikeln. Also bleibt dran ;-)

Melkroboter

10.04.2016Es zischt, Kraftfutter rasselt und ein Melkgeschier wird ganz automatisch zu den Zitzen der Kuh befördert. Eine Kuh wird gemolken und weit und breit ist Niemand zu sehen. Die Rede ist von einem Melkroboter auf dem Betrieb der Familie Heiming.

Für die 50 Kühe im Stall besteht die Möglichkeit 23 Stunden am Tag den Melkroboter aufzusuchen. Es herrscht individuell für jede einzelne Kuh ein Melkrecht. Das Bedeutet, Kühe mit hoher Milchleistung dürfen den Roboter öfters aufsuchen, anstatt Kühe die weniger Milch geben und bald kalben werden.

Betritt die Kuh den Melkroboter, bekommt sie zunächst Kraftfutter zu fressen. Anschließend vermisst ein Laser das Euter. Die Zitzen werden gesäubert und vorgemolken. Nun wird das Melkzeug angehangen und die Melkung beginnt. Sinkt der Milchfluss unter einer bestimmten Menge, verlässt die Kuh den Melkroboter. Hauptsächlich gehen die Kühe zum Melken, weil sie dort Kraftfutter bekommen und nicht wegen des Milchdrucks im Euter.

Ein Melkroboter ist eine gute Unterstützung um seine Arbeitszeiten flexibler zu gestalten. Er ist eine zuverlässige ,,Arbeitskraft“, die nicht körperlich müde wird oder krankheitsbedingt ausfällt. Die Arbeitszeiten, die durch den Melkroboter eingespart werden, können in die Pflege und Beobachtung der einzelnen Tiere investiert werden um diese zu optimieren. Der Landwirt hat die Kontrolle über das System und vor allem über seine Kühe.